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Blick in die Werkstatt: Wie ein Produkt entsteht

Eigens für die Engelkerzen wurde ein Halter aus Kupfer entwickelt.
Eigens für die Engelkerzen wurde ein Halter aus Kupfer entwickelt.

Wie sieht es eigentlich in einer Werkstatt aus? Und wie entstehen dort die tollen Produkte, die Sie im Sortiment von entia wiederfinden? Anhand einer Fotoserie zeigen wir heute, wie ein Produkt entsteht – am Beispiel eines Kerzenhalters für unsere Engelkerzen.

Einen „Tag der Offenen Tür“ veranstalten die meisten Werkstätten (fragen Sie einfach mal bei Ihrer nächsten Werkstatt an, das ist ein lohnender Besuch!). Aber dann ist die Werkstatt hübsch aufgeräumt und meist wird dann auch nicht gearbeitet, sondern die Produkte ausgestellt oder zum Verkauf angeboten, die dort hergestellt werden.

Hier wollen wir nun anhand einer Fotostrecke zeigen, wie es üblicherweise in einer Werkstatt zugeht. Zugleich sieht man, wie aufwendig selbst ein scheinbar einfaches Produkt herzustellen ist. Und wieviele Gedanken nötig sind, um Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten in den Arbeitsprozess zu integrieren.

Der Ausgangspunkt war dabei ein anderes Produkt, nämlich die Engelkerzen, die eine ungewöhnliche Form haben. Während die meisten Kerzen im Querschnitt kreisrund sind, ist die Grundform der Engelkerze elliptisch. Die Kerzenzieherei, in der diese Kerzen entstehen, sprachen deshalb die Kollegen aus der Schlosserei an, die zur selben Werkstatt gehört, nämlich zur Lebensgemeinschaft Eichhof im Oberbergischen Land südöstlich von Köln.

Wie Schlossermeister Josef Steimel betont: „Es ist uns besonders wichtig, dass der Arbeitsanteil unserer betreuten Mitarbeiter möglichst hoch ist.“ So wird der Halter zum großen Teil in Handarbeit gefertigt. Herr Steimel stellte uns freundlicherweise die Fotos zur Verfügung, die Sie unten sehen.

01c
Im ersten Arbeitsgang werden die Rohlinge aus einer Kupferblechplatte ausgeschnitten.

02cAls nächstes werden diese Rohlinge entgratet und die Oberfläche geschliffen – eine Arbeit, die Carolin Freude bereitet.

03cDann treibt die Oberfläche mit einem Kugelhammer getrieben. Dabei hinterlässt jeder Mitarbeiter – hier ist es Nils –  sein persönliches Muster, so dass jeder Halter ein Unikat ist.

04cDas Einlöten des Kerzendornes wird von Betreuerseite unter Mithilfe von betreuten Mitarbeitern erledigt.

05cDanach wird die Oberfläche poliert  – hier ist gerade Frederike aktiv – …

06c… und mit einem speziellen Werkzeug in Form gepresst.

07cAls letzter Arbeitsgang wird der Kerzenhalter mit der Flamme erhitzt bis die gewünschte goldenfarbene Oberfläche entsteht.

Der Halter ist somit fertig. Zusammen mit einer Engelkerze bildet er ein einzigartiges Ensemble.

08cUnsere Engelkerzen – mit dem gezeigten Halter, aber auch ohne – erhalten Sie hier.

Copyright der Fotos: (c) 2013 Josef Steimel, Much

Veröffentlicht von

Michael Ziegert

Michael Ziegert

Ich bin der Gründer von entia. Ich kann mich an Dingen erfreuen, die gut aussehen, gut riechen, sich gut anfühlen - und deren Wert man spürt. Und bei denen ich weiß, mit welcher Sorgfalt und Intensität sie angefertigt wurden. Sie finden mich auch auf Google+

2 Gedanken zu „Blick in die Werkstatt: Wie ein Produkt entsteht“

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