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Arbeitsplätze sichern mit Sektkorken

Frohes Neues Jahr erstmal! Wir wünschen allen ein gesundes, glückliches Jahr 2011.

Der Jahreswechsel ist eine gute Gelegenheit auf eine Werkstatt hinzuweisen, die zwar keine Produkte für entia produziert, in der die Mitarbeiter dennoch etwas sehr sinnvolles tun: Sie schreddern Wein- und Sektkorken. Und recyclen sie zu Dämmstoff für den ökologischen Hausbau. Die Aktion nennt sich „Korken für Kork“ und wird seit nunmehr 20 Jahren von der Diakonie Kork betrieben.

Diakonie Kork? Hat sich da eine ganze Diakonie nach Weinkorken benannt?

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„Behindertenwerkstatt“ – was ist das?

Was ist das eigentlich, eine „Behindertenwerkstatt“? Tatsächlich habe ich kürzlich von einer Frau gelesen, die ihrem Sohn im Wohnzimmer einen Arbeitsplatz eingerichtet hat, täglich kommen Betreuer und helfen ihm – und die Mutter nennt dies „Behindertenwerkstatt“.

Aber so ist das natürlich nicht gedacht.

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Jetzt haben auch wir eine Fan-Page bei Facebook

Tatsächlich, es scheint unvermeidlich: Auch entia ist jetzt bei Facebook mit einer Fan-Page vertreten. Immerhin: Das ist eine echte Alternative zum RSS-Feed dieses Blogs, man bleibt immer auf dem Laufenden. Dazu auf der Seite einfach „Gefällt mir“  klicken, und schon ist man immer up to date.

http://www.facebook.com/pages/entiade/164554936899979

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Hat entia eine „Philosophie“…?

Immer noch landet man auf Web-Sites, auf denen sich in der Nähe des „Impressum“- und „Wir über uns“-Links das Wort „Philosophie“ findet. Klickt man darauf, so findet man nicht selten einen verschwurbelten Text über vorgeblich hochgeistige Ideen, die das Unternehmen motivieren. Das Wort „Unternehmensphilosphie“ hat ein cleverer Marketing-Mensch erfunden – in den 90ern.
Tatsächlich gemeint sind natürlich die Ziele eines Unternehmens, die man auch Leitbild nennen kann.
Und wie sehen diese Ziele für entia aus?

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„entia“ – woher kommt das eigentlich…?

Diese Frage wird mir häufig gestellt. Tatsächlich gibt es mehrere Erklärungen. Zunächst: Einer meiner Lieblingsautoren, der polnische Großmeister Stanislaw Lem hat Mitte der 1980er Jahre das Buch „Lokaltermin“ verfaßt, mit seinem wohl berühmtesten Protagonisten Ijon Tichy. In großen Teilen geht es dort um einen Planeten, auf dem die eine Hälfte der Bewohner in einer Art Paradies leben, die anderen in einer finsteren, bedrohlichen Umgebung in ständiger Lebensgefahr. Nur scheinbar handelt es sich um Science-Fiction-Literatur, in  Wirklichkeit geht es dabei um die Frage, inwieweit das persönliche Glück von der Lebensumgebung abhängig ist. Der Name des Planeten: Entia. Aber damit endet die Erklärung noch nicht.

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Naseweiss – jetzt auch bei entia

Nun gibt es die wunderbaren Produkte mit dem Label „Naseweiss“ auch bei uns. Sie sind fantastische Beispiele dafür, wie mit Phantasie und einer guten Portion Marketing-Know-How in Behindertenwerkstätten echte Markenartikel entstehen können.

Mit „Naseweiss“ wird treffend die listige Schläue von Kindern beschrieben, die gerade etwas entdeckt haben. Schon im Wörterbuch der Brüder Grimm findet sich die Beschreibung: „eine weise d. h. im riechen, spüren kundige nase“ haben. Womit auch schon klargestellt ist, dass es nicht um die Farbe Weiß geht, sondern um die Weisheit. Und diese kindliche Weisheit, diesen Entdeckerdrang und die Abenteuerlust von heranwachsenden Kindern zu fördern, haben sich die Macher vorgenommen.  Gleich ob Sonnenuhr im Taschenformat, Mikroskop mit Glaslinse oder Holzauto mit Gummi-„Motor“ – stets geht das Entdecken über das reine Spielen hinaus. Und alles wird in hoher Qualität, originell verpackt und – wo erforderlich – mit ausführlicher Anweisung versehen, in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) produziert.

Dass die Erfinder  auch eine gute Nase fürs Marketing haben, merkt man in vielfacher Hinsicht. Zum Beispiel aber auch daran, dass man wohl kaum die Samariterstiftung hinter dem Namen „Naseweiss“ vermutet hätte – oder hätten Sie es gedacht?

Hier finden Sie die Naseweiss-Produkte.

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Wir haben das Trusted-Shops-Siegel!

Klar, entia ist einer von vielen neuen Shops – wie soll man als Kunde da sicher sein, dass das auch wirklich ein seriöser Laden ist? Wir würden uns freuen, wenn Sie uns spontan Ihr Vertrauen schenken. Aber einfordern können wir das natürlich nicht. Da hilft Trusted Shops.

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Gute Dinge lächeln / lachen

„Gute Dinge, die lächeln“, ist als Wahlspruch  unter dem entia-Logo zu lesen. Die Aussage ist: Hier gibt es qualitativ hochwertige Sachen, die in Design, Material und Verarbeitung im besten Sinne „Made in Germany“ sind. „Lächeln“ steht für die Herkunft der Dinge, für die Intensität mit der die Gegenstände gefertigt werden, für die Sorgfalt und vielleicht auch das Quentchen Stolz der dabei entsteht, wenn man etwas fertigt, das anderen Menschen wirklich hilfreich ist.

Ein Freund machte mich dieser Tage darauf aufmerksam, dass es diesen Spruch in ähnlicher Form schon seit langem gibt. Er ist in der deutschen Literatur des 19.Jahrhunderts zu finden, nämlich in „Also sprach Zarathustra“ von Friedrich Wilhelm Nietzsche. Er schrieb:

„Krumm kommen alle guten Dinge ihrem Ziele nahe. Gleich Katzen machen sie Buckel, sie schnurren innewendig vor ihrem nahen Glücke – alle guten Dinge lachen.“

Wie schön! Über diesen Satz kann ich mich wirklich freuen! Und wie viel Wahrheit darin steckt. Ein paar Zeilen weiter schreibt Nietzsche:

„Zarathustra der Wahrsager, Zarathustra der Wahrlacher“

Tja, Wahrlacher können wir immer gebrauchen!

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WfbM vs. Nachhaltigkeit

Das Wort „Nachhaltigkeit“ ist eines der Schlagwörter dieser Zeit – und wird auch gerne im Zusammenhang mit Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) angewendet. Tatsächlich gibt es diesen Zusammenhang nicht – jedenfalls nicht unmittelbar. Denn zunächst mal produzieren WfbM genau so wie andere Unternehmen auch.

Aber natürlich gibt es doch einige Unterschiede. In Behindertenwerkstätten werden viele Produkte in Handarbeit gefertigt, denn nur so lässt sich sicherstellen, dass die Mitarbeiter ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend arbeiten können. Und natürlich macht man sich beim Entwurf von handwerklich gearbeiteten Dingen mehr Gedanken darüber, welche Materialen man verwendet, welche Methoden man einsetzt. Und geradezu zwangsläufig entstehen Dinge, die hochwertiger und haltbarer sind als Produkte, die das Ergebnis industrieller Prozesse sind. In der Industrie ist es häufig ein wesentlichen Ziel, den Einsatz der Maschinen zu optimieren und so ein möglichst gutes Preis-Leistungsverhältnis herzustellen – was ja eine gute Sache ist. Aber in der Praxis hat man dann meist ein billiges Produkt von geringer Qualität.

In den Werkstätten hingegen fühlt man das Holz, mit dem man arbeitet. Man bearbeitet so, wie das jeweilige Stück Holz es erfordert, nicht wie eine programmierte Maschine es vorgibt.  Man verwendet keinen umweltschädlichen Lack – schließlich möchten man auch schon bei der Fertigung nicht mit giftigen Substanzen in Berührung kommen.  Und man denkt schon frühzeitig an die Nutzbarkeit des Produkts, denn die Kunden sind häufig in der Nähe zu finden, nicht auf einem anderen Kontinent.

All dies führt nicht vorsätzlich sondern zwangsläufig dazu, dass die Werkstätten, die eigene Produkte herstellen, dem Prinzip der Nachhaltigkeit gerecht werden.