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Becks Plastilin: Ein Blick hinter die Kulissen

Die verschiedenfarbigen Knetstangen werden sortiert und gezählt.

Einen Blick hinter die Kulissen gewährt uns Becks Plastilin. Wie hier schon einmal geschrieben, gehört das Unternehmen zum Freundeskreis Mensch in Gomaringen. Dieser gemeinnützige Verein hat viel Erfahrung im Betrieb von Werkstätten für Menschen mit Behinderung, weshalb die früheren Besitzer des Knete-Unternehmens ihr Unternehmen dem Verein überliessen. Die Arbeit hier ist nämlich sehr gut geeignet für Menschen mit Behinderungen.

Wie sieht es eigentlich in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung aus? Das ist gar nicht so leicht zu sagen, denn – wie bei vielen anderen Unternehmen auch – ist es nicht überall gern gesehen, wenn fotografiert wird. Der Grund dafür ist häufig ein sehr menschlicher – wo gearbeitet wird, da sieht es nicht immer aufgeräumt aus. Dazu kommt, dass viele MitarbeiterInnen Betreuer haben, die stellvertretend über das Recht am eigenen Bild entscheiden, und somit sagen können,  ob ein Foto veröffentlicht werden darf. Man kann also als Fotograf nicht einfach in die Runde fragen, ob das Fotografieren genehme ist, sondern muss gleich viele Leute befragen.

Häufig wird in Werkstätten für Menschen mit Behinderung an großen Tischen gearbeitet – denn das Soziale spielt immer eine große Rolle.

Die Bilder von Becks Plastilin zeigen typische Arbeiten im Betrieb. Das Plastilin besteht aus Mikrowachsen, wie sie auch für Lebensmittel und kosmetische Produkte verwendet werden, reinstem Paraffinöl laut Deutschem Arzneimittelbuch und rein mineralischen Füllstoffen. Knetmasse enthält keinerlei Konservierungsstoffe, ist lebensmittelecht, ungiftig, formaldehyd- und glutenfrei. Diese Masse wird nach der Herstellung durch eine Presse gedrückt – ähnlich wie bei einem Fleischwolf. Diese lange schlange wird zunächst in Stücke von etwa ein Meter Länge geschnitten. Erst in einem weiteren Schritt werden sie exakt so lang geschnitten, dass sie genau in die späteren Verpackungen passen. Die Vielzahl von bunten Knetstangen werden aber zunächst nach Farben sortiert und abgezählt. Abschließend werden die Karton-Verpackungen gefaltet und die Stangen hineingegeben.

All diese einzelnen Arbeitsschritte können von vielen Menschen mit geistiger Behinderung gut ausgeführt werden. Nach der Einarbeitungszeit im Berufsbildungsbereich, also der Ausbildung, können die MitarbeiterInnen auch zwischen verschiedenen Tätigkeiten wählen und auf Wunsch auch wechseln.

Dass die Arbeit dieser Menschen auch wirtschaftlich funktioniert, zeigen die Erfolge des Unternehmens, die zu den größten Herstellern seiner Branche in ganz Europa gehört.

Hier gibt es die Produkte von Becks Plastilin.

 

Veröffentlicht von

Michael Ziegert

Michael Ziegert

Ich bin der Gründer von entia. Ich kann mich an Dingen erfreuen, die gut aussehen, gut riechen, sich gut anfühlen - und deren Wert man spürt. Und bei denen ich weiß, mit welcher Sorgfalt und Intensität sie angefertigt wurden. Sie finden mich auch auf Google+

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