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Zum Nachdenken: Die Welt aus der Sicht eines behinderten Menschen – in einem TV-Spot

Die Schweizer „pro infirmis“ ist so eine Art Lobby-Vereinigung der Schweizer Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Gesellschaftliche Veränderung hat man sich bei Infirmis auf die Fahne geschrieben. Schon vor einem Jahr hat der Verein mit einem verblüffenden Fernsehspot darauf aufmerksam gemacht, wie Menschen mit (geistiger) Behinderung wahrgenommen werden. Jetzt gibt es einen neuen, sehenswerten Spot – und der ist noch emotionaler geraten.

Die Werbeagentur Jung von Matt zeichnete vor einem Jahr verantwortlich für den „Bären-Spot“, den schon Millionen Menschen auf der Welt gesehen haben. Auch wir berichteten darüber.

Das Konzept des neuen Films ist völlig anders. Hauptdarsteller ist Gianni Blumer, der mit dem Down-Syndrom geboren wurde. Zwei Tage lang trug er eine Brille mit einer eingebauten Kamera. Das Video zeigt, wie freundlich die Menschen mit ihm umgehen – aber auch wieviel Herablassung in dieser Freundlichkeit steckt. Gianni Blumer kommentiert die Aufnahmen, er verdeulicht den Irrwitz, der darin liegt, ihn wie ein Kind zu behandeln. Und tatsächlich wird er scheinbar selbstverständlich geduzt. Schließlich… – aber schauen Sie selbst:

Veröffentlicht von

Michael Ziegert

Michael Ziegert

Ich bin der Gründer von entia. Ich kann mich an Dingen erfreuen, die gut aussehen, gut riechen, sich gut anfühlen - und deren Wert man spürt. Und bei denen ich weiß, mit welcher Sorgfalt und Intensität sie angefertigt wurden. Sie finden mich auch auf Google+

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