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Lese-Tipp: Das schönste Heft der Welt

Im Empfang einer Werbeagentur habe ich mal den Spruch gelesen: „Schönheit ist der Glanz der Wahrheit.“ Der Spruch war übernommen von Ludwig Mies van der Rohe, der ihn wiederum von dem Philosophen Augustinus übernommen hat. Diesen Satz möchte ich vorwegschicken um Ihnen zu erklären, warum ich das Heft, das ich Ihnen empfehlen möchte, als das schönste bezeichne.

Das Heft ist auf keiner Bestsellerliste zu finden und angesichts des verwendeten Superlativs (den man ja stets mit Bedacht einsetzen sollte) könnte man auch ein missionarisch motiviertes Werk vermuten. Weit gefehlt. Das Heft ist so schön, weil es von der Wahrheit berichtet, mehr noch: vom Menschen in seiner Wahrheit.

Es ist ein sehr gutes Heft – also ist es bestimmt auch sehr teuer? Es ist eine PDF-Datei, die Sie jederzeit downloaden können, den Link finden Sie unten. (Aber Sie können es auf Wunsch auch als aufwendig gedrucktes großformatiges Werk beim Anbieter gegen eine Schutzgebühr erwerben.)

Gut, jetzt habe ich die Erwartungen enorm hochgeschraubt, das lässt sich kaum noch erfüllen.

Also nehmen Sie bitte Abstand von meinen Worten und von meiner Meinung, warten Sie auf einen ruhigen Augenblick, geben Sie sich ein wenig Zeit zur Lektüre. Den Link zum schönsten Heft der Welt finden Sie unten. Und um sicher zu stellen, dass ich mit meinen nebulösen Worten Ihre Erwartungen nicht schon in irgendeine Richtung gedrängt habe, werde ich Ihnen vorab ein wenig davon verraten, was Sie erwartet: Es handelt sich um eine Selbstdarstellung – neudeutsch: Imagebroschüre – von Hohenfried (wir berichteten), einer Einrichtung nahe Bad Reichenhall, in der Menschen leben, denen wir häufig Etiketten wie „geistig behindert“ oder „psychisch krank“ geben. Ich habe noch kein Heft gelesen, dass diese Etiketten mit so einfachen und klaren Worten als eben diese kenntlich macht.

Ein Vorgeschmack:

Ich kann einen Menschen mit Behinderung sehen. Und seine Behinderung als Unglück ansehen. Ich kann aber auch nur den Menschen sehen. Nichts als den Menschen. Ohne  fertige Vorstellung. Ohne Bewertung.
Ich kann darüber hinaus meine Gedanken, meine Vorurteile, meine Vorstellungen zu einem Paket schnüren und über Bord werfen. Dann werde ich an diesem Menschen Dinge wahrnehmen, die ich vorher noch nie bemerkt habe. Und dann macht es plötzlich keinen Unterschied mehr, ob ein Mensch eine Behinderung hat oder nicht.

Und jetzt… – nehmen Sie sich Zeit. Es könnte sein, dass Sie im Heft wunderbaren Menschen tief in die Augen schauen und den Text zwei Mal lesen möchten…

Das schönste Heft der Welt

Und wenn Sie Hohenfried nun sympathisch finden – dann schauen Sie mal hier: www.hohenfried.de und unterstützen Sie das Projekt Lebensgeschichten.

Und natürlich können Sie Hohenfried auch unterstützen, indem Sie die Hohenfrieder Produkte erwerben.

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht von

Michael Ziegert

Michael Ziegert

Ich bin der Gründer von entia. Ich kann mich an Dingen erfreuen, die gut aussehen, gut riechen, sich gut anfühlen - und deren Wert man spürt. Und bei denen ich weiß, mit welcher Sorgfalt und Intensität sie angefertigt wurden. Sie finden mich auch auf Google+

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