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Produkte aus Behindertenwerkstätten: „besondere Qualität und nachhaltige Produktion“

„Die Produkte und Dienstleistungen, die von Werkstattbeschäftigten geschaffen werden, zeichnen sich durch besondere Qualität und nachhaltige Produktion aus.“ So ist es in einem aktuellen Strategiepapier „Maßarbeit“ der BAG-Wfbm¹ zu lesen, quasi des Dachverbandes der Behindertenwerkstätten. Aber nicht nur das. „Der Social Return on Investment der Werkstätten ist enorm.“, heißt es dort – auf deutsch: Man steckt nicht nur öffentliches Geld rein, sondern es kommt auch sehr viel wieder raus.“

Ein 40seitiges Positionspapier der BAG:WfbM beschäftigt sich mit Gegenwart und Zukunft der Behindertenwerkstätten in Deutschland.

Die BAG hat ein Positionspapier für die weitere Entwicklung der Werkstätten veröffentlicht. Zur Gegenwart beschreibt das Papier:

 

Sich nur auf die Integrationskraft des Arbeitsmarktes zu verlassen, ignoriert die ungleichen Chancen behinderter Menschen im Wettbewerb der Arbeitnehmer. So sieht es auch die Bundesregierung, wenn sie formuliert, dass „im Sinne des Marktausgleiches […] Eignung und Neigung des Bewerbers sowie die Anforderungen des Arbeitsplatzes ausschlaggebend (sind).“ Erfolgsversprechende dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse seien nur dort möglich, wo die beiden Marktseiten zueinander passen.

Daraus folgert die BAG:

Die Arbeitsmarktentwicklung hat in der Vergangenheit gezeigt, dass dieser Markt keine nachhaltigen Chancen für behinderte Menschen bietet. Es ist nicht zu erwarten, dass sich dies in Zukunft ändern wird. Deshalb ist eine Erweiterung des Marktes um „soziale Unternehmen“ zu einem offenen Arbeitsmarkt sinnvoll.

Deshalb wird auch über neue Möglichkeiten nachgedacht, etwa die Einbindung von Langzeitarbeitslosen. Spannende Entwicklung.

Als PDF-Download finden Sie das Heft hier:
www.bag-if.de/wp-content/uploads/2011/04/BAG-WfbM_Ma%C3%9Farbeit.pdf (PDF)

Auf Papier können Sie das Heft anfordern:
www.bagwfbm.de/publications

(BAG-WfbM: Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen)

Veröffentlicht von

Michael Ziegert

Michael Ziegert

Ich bin der Gründer von entia. Ich kann mich an Dingen erfreuen, die gut aussehen, gut riechen, sich gut anfühlen - und deren Wert man spürt. Und bei denen ich weiß, mit welcher Sorgfalt und Intensität sie angefertigt wurden. Sie finden mich auch auf Google+

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